Musikprojekte
Jörg Erb
 
 
CD Jörg Erb, Zwölf

 

 

  Musikprojekte

Schon sehr früh war Musik für mich eine Sprache, die mich erreichte. Mit fünfzehn fing ich an, Lieder zu schreiben. Ich schuf mir damit einen Raum, in dem ich Dinge zum Ausdruck brachte, die anders nicht ausgesprochen werden konnten.
2006 ist meine erste CD "Zwölf" entstanden. Aus Liedern und Texten dieser CD und aus bisher unveröffentlichten neuen und älteren Stücken habe ich mein Programm "Seltene Gäste" zusammengestellt.

 

Schwieriges hat sich Jörg Erb mit Zwölf vorgenommen, wenn er die Kruste des Schweigens aufbricht, die seine Kindheit traumatisierte. Er singt zu annehmbarer Akustikgitarre und professioneller Bluesharp, liest gänsehauterregend aus Kriegstagebüchern seines Vaters, der im Dezember 1944 mit 17 zur Waffen-SS kam und an der Hinrichtung eines Deserteurs teilnahm, und widmet diesem eine eindrucksvolle Ballade („Bredas Grab“).

Folker! 03/07

 

 

 

„Diese CD ist in jeder Hinsicht ein wahres Kunststück: Der Liedermacher und Lyriker Jörg Erb schafft es, mit 16 wunderbaren Liedern  und Gedichten das  Private in eine öffentliche Form zu gießen, die nie peinlich wird. Thema ist das  schwierige Verhältnis zur eigenen Kindheit und zur Vergangenheit des Vaters, der sowohl mit Tagebucheinträgen als auch mit eigener Stimme zu Wort kommt.

Erb schreibt Lieder voll aufgerauter Melancholie mit eingängigen, intensiven, aber nie glatten Melodien und mit doppelbödigen Texten, die man sich besser mehrmals anhört. Hier hat jemand sein ganz eigenes Thema und seine ganz eigene Stimme gefunden  und ein Konzeptalbum geschaffen, das in der deutschen Liedermacherszene seinesgleichen sucht.“

Robert Zimmer, Berlin

(Autor zahlreicher philosophischer Bücher, u.a. „Das Philosophenportal“, dtv, 2004)